Großes Interesse am Webtalk der Feuerwehr mit Marko de Klein

Einbeck.

So groß war das Interesse bislang noch nie an einem Webtalk des Landtagsabgeordneten Christian Grascha (FDP). Dies lag aber sicherlich am Thema Feuerwehr und auch an dem Referenten Marko de Klein, dem Kreisbrandmeister. Über 40 Zuhörer waren zeitweise in der Veranstaltung.

Das große Interesse zeige, wie wichtig die Feuerwehr für unsere Region sei. Die freiwillige Feuerwehr helfe nicht nur in der Not. Sie unterstütze das Vereinswesen und gestaltet das Leben auf dem Land nachhaltig mit. Aber auch in diesem Webtalk bestimmte die gegenwärtige Corona-Pandemie die Diskussion. Denn die Pandemie beeinträchtig die Arbeit der Feuerwehr zunehmend. In erster Linie leide die Ausbildung der Feuerwehrkameradinnen und –Kameraden. Auch hier müssten digitale Lernplattformen entwickelt werden. Denn mit fehlenden Übungsabenden und nicht stattfindenden Fortbildungen wird die Funktionsfähigkeit der freiwilligen Feuerwehr in Mitleidenschaft gezogen. Nachwuchs müsse weiter gewonnen werden. Besonders die Altersgruppe 16-20 Jahre sei für viele Wehren nicht leicht zu halten. Angeregt wurde hier die Ehrenamtskarte zu stärken, insbesondere mit Angeboten aus der Region.

„Deswegen versuchen wir mit diversen digitalen Formaten, das Thema Feuerwehr für möglichst alle Altersklassen präsent zu halten und so das Kameradschaftsgefühl auch in Zeiten der Corona-Pandemie zu erhalten und auszubauen“, erläuterte Kreisbrandmeister Marko de Klein. 

Die freiwillige Feuerwehr müsse attraktiv bleiben. Nicht zuletzt die Brandserie in der Region Einbeck habe gezeigt, wie schnell die Kameradinnen und Kameraden wieder zum Einsatz bereit sein müssen. Hier brauche man genügend Personal und ausreichend Ausrüstung. Die Kinderfeuerwehr laufe erfolgreich in den Orten, in denen es Angebote gäbe. Traurig sei es gewesen, dass viele der Freizeiten und Zeltlager nicht stattfinden konnten. Grundsätzlich fühle sich die Feuerwehr hier im Landkreis gut durch Politik und Verwaltung unterstützt. Besonders in den Zeiten der Pandemie, in der man bei jedem Einsatz mit einer möglichen Ansteckung konfrontiert sei, laufe die Kommunikation gut.

Einige Anregungen gab es auch für die Landespolitik. So ging es um das Thema Stromerzeuger auch für die Feuerwehren und die Berücksichtigung von zunehmenden Flächen- und Waldbränden bei Mittelvergaben von Landesebene für den Landkreis Northeim. „Die Feuerwehren sind eine wichtige Säule unserer öffentlichen Sicherheit und auch des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Wir müssen mehr tun, damit diese Aufgabe nicht unter den Einschränkungen der Pandemie zunehmend leidet. Beispielsweise sind die Kommunen gefordert, Schnelltests im ausreichenden Maße zur Verfügung zu stellen, um Zusammenkünfte wieder zu ermöglichen“, schlug Christian Grascha vor.