Christian Grascha fordert Freibetrag bei der Grunderwerbssteuer: Nach Vorschlag für Share-Deals nun Zeit für den zweiten Schritt

Hannover. 

Nach der Ankündigung von Finanzminister Hilbers, die Regelungen zu Share-Deals bei Immobiliengeschäften neu zu regeln, fordert der finanzpolitische Sprecher der niedersächsischen FDP-Landtagsfraktion, Christian Grascha, die Einführung eines Freibetrags bei der Grunderwerbssteuer. Er erklärt: "Nachdem Finanzminister Hilbers nun beim Thema Share-Deals einen Vorschlag gemacht hat, sollte er eine weitere Initiative für einen Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer einbringen. Schließlich zögerten die Regierungsfraktionen in Niedersachsen und im Bund eine Entscheidung zum Freibetrag bisher immer hinaus, weil die damit verbundenen Einnahmeausfälle über eine Neuregelung für Share-Deals gegenfinanziert werden sollten. Nachdem der Minister den ersten Schritt bereits getan hat, ist es nun Zeit für den zweiten."

Der Erwerb eines Eigenheims oder der eigenen Wohnung solle nicht an den anfallenden Steuern scheitern, fordert Grascha. Er erklärt: "Im internationalen Vergleich verfügt Deutschland über eine der niedrigsten Wohneigentumsquoten. Eigentum ermöglicht aber mietfreies Wohnen, ist ein wichtiger Baustein für die private Altersvorsorge und bringt Planungssicherheit. Insbesondere Personen und Familien mit mittlerem oder geringerem Einkommen haben es jedoch zunehmend schwerer, sich den Traum eines Eigenheims zu verwirklichen. Ein zentraler Grund hierfür sind die hohen Erwerbsnebenkosten." Nach dem Willen der FDP-Fraktion sollen deshalb Haus- oder Grundstückskäufe bis zu einem Kaufpreis von 250.000 Euro pro Person von der Grunderwerbssteuer befreit werden. Grascha: "Ein eigenes Heim ist gelebte Freiheit und bringt finanzielle Sicherheit. Es ist nur konsequent, einer jungen Familie beim Kauf eines Hauses keine zusätzlichen Kosten aufzubürden. "

Hintergrund: Die niedersächsische FDP-Landtagsfraktion fordert die Einführung eines Freibetrags bei der Grunderwerbssteuer.