Notruf Innenstadt: Christian Grascha im Gespräch mit Anja Barlen-Herbig

Einbeck.

Corona wirkt auf die Innenstädte wie ein Brennglas. Viele Probleme, die es vorher schon gab, würden sich nun verstärken. „Notruf Innenstadt“ war das Thema eines Webtalk mit Christian Grascha MdL und Anja Barlen-Herbig, Geschäftsführerin von Einbeck Marketing.

Wichtig sei es, die Innenstadt als ein Zusammenspiel der Geschäfte, der Gastronomen, der Besucher- und Besucherinnen aber auch vor allem der Bewohner zu sehen. Der Wohnraum oberhalb der Geschäftsräume müsse attraktiv sein. Wertvolle Bausubstanz, gerade in einer Stadt wie Einbeck, bliebe erhalten und würde aufgewertet. Wohnen in der Innenstadt, bedeutet Leben in der Innenstadt. Dies müsse man, so Barlen-Herbig, in Einbeck stärken. Evtl. könnten so auch Leerstände umgebaut werden. Co-Working Spaces oder auch Pop-Up-Stores bringen Unternehmen direkt in die Innenstadt. Und so auch die Kontakte und Beschäftigen dieser Unternehmen.

Dennoch ohne Veranstaltungen sei das Stadtmarketing schwierig. Veranstaltungen würden Besucher anlocken und Kaufanreize schaffen. Einbeck Marketing habe einige Veranstaltungen für 2021 geplant und hoffe, dass die Pandemie es erlaube, dass diese umgesetzt werden können.

Natürlich sei es wichtig, dass auch Tagesgäste Einbeck wieder besuchen können. Einbeck kann vom populären Tagestourismus profitieren. Dies sei zum Vorteil aller Beteiligten. Gastronomen und Einzelhändler. Die Infrastruktur mit genügend Parkraum und einer guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr müsse stimmen. Die mögliche Anbindung des PS.Speichers an das Bahnnetz bringe die Besucher fast direkt in das Zentrum von Einbeck.

Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass die Herausforderungen der Innenstädte eine Daueraufgabe seien. Die Corona – Pandemie habe das Problem in Teilen nur beschleunigt, aber auch manche Dinge positiv beeinflusst. So haben einige Geschäfte erfolgreich den Online Handel mit dem stationären Handel verbunden. „Entscheidend ist, dass die versprochenen Hilfen bei den betroffenen Betrieben auch ankommen. Sonst droht eine Insolvenzwelle. Die Hilfen müssen schnell fließen, um dauerhafte Schäden abzuwenden“, so Christian Grascha.