Christian Grascha als Vorsitzender wiedergewählt - Solling soll Vorranggebiet für Klimaschutz werden

Einbeck/Northeim.

Die Freien Demokraten im Landkreis Northeim haben bei einem Kreisparteitag in Wellersen (Dassel) ihren Kreisvorstand neu gewählt. Der Parteitag fand mit einem Hygienekonzept statt. Einstimmig wiedergewählt als Vorsitzender wurde der Landtagsabgeordnete Christian Grascha. „Das ist Rückenwind für die bevorstehende Kommunalwahl, insbesondere für die Landratswahl“, kommentierte er das Ergebnis. „Wir wollen die bisher ungenutzten Potentiale des Landkreises nutzen, um wieder wirtschaftlich und gesellschaftlich zu wachsen“, formulierte Grascha das Ziel.

 

Ebenfalls im Kreisvorstand sind: Marion Villmar-Doebeling und Eckhard Ilsemann (Stellvertreter), Antje Zacharias (Geschäftsführerin), Burkhard Grube (Schatzmeister), Torge Gipp (Schriftführer) sowie als Beisitzer Bernd Bundstein, Christian Eberl, Reinhard Binder, Michael Spallek, Jutta Heynold, Melanie Bludau Kater, Edgar Martin, Konnie Ilsemann, Geritt Korengel und Klaus Kwasny.

 

Die Freien Demokraten haben auch inhaltlich gearbeitet und einen Antrag beschlossen. Die FDP fordert, den Solling im Landkreis Northeim als Vorranggebiet für Klimaschutz auszuweisen. Der Antrag wurde von Christian Eberl aus Nörten-Hardenberg eingebracht.

Die Waldpflege im Solling solle mit Vorrang den Zielen des Klimaschutzes folgen. Das ist eine zentrale Forderung des FDP-Kreisverbandes Northeim, die auf dem Kreisparteitag am Rande des Solling in Dassel einstimmig beschlossen wurde. Der Wald im Solling ist der wichtigste Speicher des Landkreises für CO-2 und kann damit erheblich dazu beitragen, unsere Klimaschutzziele zu erreichen, stellt die FDP fest. „Bei der Erstellung des Regionalen Raumordnungsprogrammes des Landkreises müssen wir diesen Vorrang weiter verstärken“, betonte der Kreistagsabgeordnete und Forstökosystemwissenschaftler Dr. Christian Eberl. Wir wollen damit der Empfehlung des wissenschaftlichen Beirates für Waldpolitik der Bundesregierung aus dem Gutachten von 2016 folgen.  Die Klimaschutzfunktion des Waldes im Solling ist beeindruckend. Auf 300 Tausend Tonnen CO-2 pro Jahr schätzt Eberl das Einsparpotential des Waldgebietes. Das entspricht dem Potential von rund 80 Windkraftanlagen, so Eberl weiter. Windparks im Solling sind für die FDP aber nicht denkbar. Das ist ein wichtiges europäisches Vogelschutzgebiet und dafür hat der Naturschutz dann Vorrang,

 

Mehr zum Klimaschutzwald in Niedersachsen im Internet unter:

https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/themen/wald_holz_jagd/wald_und_forstwirtschaft/wald-und-klimawandel-was-kommt-auf-uns-zu-5167.html