Impfen muss beschleunigt werden

Northeim.

Der Landtagsabgeordnete Christian Grascha (FDP) hat vor kurzem das Impfzentrum in der Stadthalle in Northeim besucht. Der Leiter, Frank Beckmann (DRK), hat den Einbecker Abgeordneten durch das Zentrum geführt und die Abläufe erläutert. „Was hier in kürzester Zeit durch den Landkreis und die Hilfsorganisationen entstanden ist, ist beeindruckt. Ich möchte mich bei allen Engagierten herzlich bedanken. Dass die Impfkampagne insgesamt zu langsam angelaufen ist, liegt nicht an den motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern eher am Chaos, das vom Land, über den Bund bis hin zur EU verursacht wurde“, stellte Grascha fest.

Im März und in den folgenden Monaten sei deutlich mehr Impfstoff zu erwarten. Grascha hoffe darauf, dass die Hausärzte zügig in die Impfkampagne aufgenommen würden. „Die Hausärzte sind die Impfprofis vor Ort, die ihre Patientinnen und Patienten gut kennen. Land und Bund sollten den Hausärzten deutlich mehr Vertrauen entgegenbringen“, so der Landtagsabgeordnete.

 

Auf der Kreisebene müsse man weiter daran arbeiten, die über 80järigen und die über 70jährigen zu erreichen. Nicht alle seien mobil und könnten dann ggf. die Beförderungskosten tragen. „Eine Idee ist zum Beispiel einen Impfbus einzusetzen, der einzelne Ortschaften dann anfährt und hier für Seniorinnen und Senioren bzw. für Menschen mit Vorerkrankungen die Möglichkeit der Impfung schafft“, schlägt Grascha vor. Außerdem sei zu berücksichtigen, dass der Landkreis weitläufig sei und es auch topografische Hürden gibt. „Für Uslar ist zum Beispiel denkbar, dass ein dezentrales Impfzentrum eingerichtet wird“, so Grascha. Das Ziel müsse klar sein, mehr Menschen, die aufgrund ihres Alters oder von Herzerkrankungen, zu impfen und damit vor einem schweren Verlauf der Covid19 Erkrankung zu schützen.