Wie geht es für Hotellerie und Gaststätten weiter?

Einbeck/Göttingen.

„#meetCG - Auf einen Baumkuchen mit Christian Grascha“ gibt Raum für Gespräche und Diskussionen über Politik, jenseits der formalen Tagesordnung. Zu der Situation der Hotellerie und den Gaststätten war der Einbecker Landtagsabgeordnete im Gespräch mit Olaf Feuerstein, Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes im Kreisverband Göttingen-Duderstadt.

Es wurde darüber diskutiert, wie man vom Lockdown zu einer nachhaltigen Strategie komme. Wie sieht die Zukunft der Hotels und Gaststätten aus? Wann und unter welchen Umständen darf geöffnet werden? Wann kommen die versprochenen Hilfen?

Olaf Feuerstein, Geschäftsführer des „Freizeit In“ berichtet aus der eigenen Erfahrung. Der bisher aufgelaufene Verlust in Millionen-Größenordnung wurde in keinem Maße ausgeglichen. Bislang sei nur ein Bruchteil der Novemberhilfen in den Betrieben gezahlt worden. Die staatlichen Stellen seien überfordert. Sinnvoll wäre es die Hilfen von Bürokratie zu entlasten und beispielsweise, wie in Österreich, die Finanzämter mit der Durchführung zu beauftragen. So wurde es auch von der FDP vorgeschlagen. Eine Finanzierung über Kredite sei nur schwer möglich, da die BaFin alle Banken angewiesen habe, die Gastronomiebetriebe noch genauer nach ihrer Fortführungsprognose zu prüfen. Gute Instrumente waren die Mehrwertsteuersenkung und die Kurzarbeit. Aber zusammenfassend kann man sagen, dass es den politisch Verantwortlichen an guten Konzepten zur Bewältigung der Pandemie fehle. Die Betriebe waren auf sich gestellt. So wurde durch das hoteleigene Hygienekonzept und durch den Aufbau eines eigenen Testzentrums im „Freizeit In“ das Vertrauen der Gäste gewonnen.

 

Einig waren sich Feuerstein und Grascha darin, dass die schwierigste Phase darin bestehen werden, wenn die Betriebe wieder anlaufen aber zum Beispiel aufgrund des mangelnden Zutrauens Gäste noch nicht wieder in derselben Größenordnung kommen würden. „Diesen Neustart der Betriebe muss der Staat mit weniger Bürokratie und geringerer Steuer- und Abgabenbelastung unterstützen. Kurzfristig muss es darum gehen, die Betriebe am Leben zu halten, langfristig die Eigenkapitaldecke wieder zu stärken“, so Grascha.