Besuch HArdegsen 13.06.17Seit dem Fall der Mauer entwickelte sich unsere Welt und die Gesellschaft rasant. Mehr Freiheit, mehr Weltoffenheit, mehr Globalisierung, sowie Freihandel. Die EU und die Möglichkeit als Weltbürger fast überall zu leben und zu arbeiten, prägt die heutige junge Generation. Doch seit einigen Jahren ist ein Rückgang dieser Entwicklung zu beobachten. Autokraten werden gewählt, Nationen entscheiden sich gegen die Staatengemeinschaft und für die Nationalstaatlichkeit. Das hat die Friedrich-Naumann-Stiftung zum Anlass genommen um an Hans-Dietrich Genscher zu erinnern. Genscher war Zeit seines Lebens ein Freiheitskämpfer. Als Außenminister prägte er die Wende und als Liberaler stand er stets für Weltoffenheit, Menschenrechte und Freiheit.

In Hardegsen sind Fotos die das Leben und Wirken von Hans-Dietrich Genscher beleuchten in der Burg Hardeg ausgestellt. Sie vermitteln den Besuchern eindrucksvolle Bilder aus mehr als fünf Jahrzehnten des “Architekten der deutschen Einheit”. Zeitgleich, und ebenso zum Thema Freiheit, zeigen 20 informative Schautafel der “Bundesstiftung Aufarbeitung” den Volksaufstand vom 17 Juni 1953 in der DDR.

„Wir sind sehr froh darüber, beide Ausstellung in der Burg Hardeg präsentieren zu können“, sagt Thomas Spangenberg, Vorsitzender des FDP Ortsverbandes Hardegsen/Uslar/Bodenfelde, der die Betreuung und Organisation vor Ort übernommen hat.

Die Direktkandidatinnen zur Landtags- und Bundestagswahl, Frau Dr. Marion Villmar-Doebeling und Frau Nicole Langer, besuchten die Ausstellung als einer der ersten. Frau Villmar-Doebeling wurde nachdenklich beim Betrachten der Stationen von Genschers Wirken. „Es wird einem bewusst, wie sehr ein Politiker seines Formates, gerade in der heutigen Zeit, fehlt wenn man die Bilder betrachtet,“ so die schulpolitische Sprecherin der FDP aus Einbeck, „Weltoffenheit und interkulturelle Kommunikation sind daher wichtiger denn je“, so Villmar-Doebeling weiter.

Als Ehrengast ebenfalls anwesend, war Herr Torsten Wolfgramm, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP Bundestagsfraktion von 1978 bis 1991, der Hans-Dietrich Genscher vor allem als einen „Mann der Kontakte“ bezeichnete und so manche Anekdote abseits der Weltpolitik zu erzählen wusste.

Beim Anblick der Schautafel zur Satirefigur des „Genschman“ musste die Bundestagskandidatin Langer schmunzeln, schließlich sei es vor allem auch „Genschman“ gewesen, der Ihr Interesse für Politiker und die FDP im Alter von 16 Jahren geweckt hatte. „Ja, man kann sagen das Genschman einen großen Einfluss darauf hatte, das ich, zwar erst 27 Jahre später, in die FDP eingetreten bin, und heute für die Freien Demokraten kandidiere,“ so berichtet Nicole Langer weiter.

Die Ausstellung wird am Freitag den 16 Juni um 19 Uhr auf der Burg Hardeg mit der Veranstaltung “Der Wert von Freiheit – gestern und heute”, veranstaltet von der Friedrich Naumann Stiftung, zu Ende gehen.
Dabei werden u.a. zu Gast sein: Dr. Hans-Dieter Heumann Botschafter a.D., der ebenfalls Biograph Hans-Dietrich Genschers ist sowie, Dr. Stefan Birkner, Landtagsabgeordneter und Landesvorsitzender der FDP Niedersachsen.