Hannover. „Die Gespräche über eine Schuldenbremse in Niedersachsen gehen gut voran.” Das sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Christian Grascha, nach einer weiteren Gesprächsrunde von FDP, CDU, SPD und Grünen im Landtag. „Wir haben heute über die geplante Anhörung zur Schuldenbremse gesprochen und unseren Änderungsvorschlag vorgestellt.” Die Anhörung werde am 3. und 4. November auf der Grundlage des Antrages von FDP und CDU stattfinden – und zwar im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung des Rechts- und Haushaltsausschusses.
Grascha machte noch einmal deutlich, dass die Schuldenbremse nach Meinung der FDP so schnell wie möglich beschlossen werden und auch so früh wie möglich starten sollte. „Der Änderungsvorschlag von FDP und CDU sieht eine lineare Absenkung der Nettokreditaufnahme bis zum Jahr 2017 vor. Wir können uns allerdings auch das Startjahr 2016 vorstellen”, sagte der FDP-Haushaltspolitiker. Das hänge von den weiteren Gesprächen ab.
„Wir wollen gerade nicht den Weg der rot-grünen Regierung in Nordrhein-Westfalen gehen”, machte Grascha deutlich, „wir wollen mit der linearen Absenkung ein Zeichen setzen und das Land auf die Schuldenbremse vorbereiten. Nordrhein-Westfalen will bis 2019 noch in Saus und Braus leben – als ob es überhaupt keine europäische Schuldenkrise gäbe. Das ist keine verantwortungsvolle Haushaltspolitik!”
